Turnfahrt 2017
Geschrieben von: Aregger Thomas   
Montag, 02. Oktober 2017 um 18:56

Am 23. September war es endlich so weit, die Turnfahrt des Turnvereins stand auf dem Programm. Alle waren sehr gespannt, wusste doch ausser den Organisatorinnen niemand wo es denn hingehen wird. Der einzige Hinweis war der warme Pullover, der jeder hat mitbringen müssen. Doch in der Schweiz gibt es viele Orte, wo man einen warmen Pullover brauchen könnte, somit war die Raterei ein ständiger Begleiter des Samstagmorgens. Auf dem Weg über Zug in Richtung Schwyz gabelten wir noch die restlichen Mitglieder unserer Truppe auf und das Ziel unserer Reise wurde immer offensichtlicher.

Bei strahlendem Sonnenschein quetschten wir uns in die etwas überfüllte Stoosbahn und oben angekommen konnten wir das eindrückliche Panorama geniessen. Wir liefen dann los in Richtung Muotathal und obwohl es vorerst bergab ging, wurden schon die ersten Jeans gegen Shorts eingetauscht. Nach etwa einer Stunde erreichten wir die Muota, an welcher wir bis nach Muotathal entlang liefen. Im Dorf angekommen, kamen bei einigen Erinnerungen an die Jugilager, bei welchen einige noch als kleine Knirpse dabei gewesen sind, auf. Vor den Turnhallen direkt an der Muota legten wir dann eine Mittagsrast ein, welche von den Meisten auch gleich für ein kleines Nickerchen genutzt wurde. Frisch gestärkt nahmen wir dann auch noch die letzte Etappe in Angriff, welche uns zum Restaurant Hölloch führte. Nach einer kurzen Pause ging das Programm auch schon weiter und zwar mit einer Kurzführung im Hölloch. Jetzt wurde auch allen klar, warum denn dieser warme Pullover unbedingt dabei sein musste. Nicht, weil es auf dem Stoos hätte kalt werden können, nein, weil es im Hölloch konstant 6 Grad warm (oder auch kalt) ist. Ausgerüstet mit einem Helm und Licht wurden wir in die totale Finsternis geführt und dort mit interessanten Informationen versorgt. Nur gut, dass wir erst als wir wieder draussen waren erfuhren, welche kleinen Krabbelviecher sich in solch einer Höhle verstecken. Das Restaurant Hölloch war nicht nur unser Stärkungsdomizil, sondern auch gleich unsere Unterkunft für die Nacht. Das Abendessen war eine lustige Angelegenheit und der Grund, weshalb wir auch danach noch einige Zeit sitzen blieben. Vielleicht hat dies aber auch an der mit nicht zu wenig Schnaps getränkten «Muotathaler Wetterschmöcker Torte» gelegen… Später wechselten wir dann noch in die Bar «Bastards Place» und genossen die Nacht teilweise bis in die frühen Morgenstunden.

Glücklicherweise war das Frühstück nicht allzu früh geplant, weshalb alle ziemlich munter am Frühstücksbuffet erschienen. Weiter ging es dann mit dem Bus nach Brunnen, wo wir das Schiff nach Vitznau bestiegen. Wieder war uns Petrus gut gesinnt und wir genossen die Fahrt bei angenehmen Temperaturen. In Vitznau stand eine Führung durch eine Festung des 2. Weltkrieges auf dem Programm. Dort drin beträgt die Temperatur nur gerade 12 Grad und somit hat sich das Mitschleppen des Pullovers also wirklich gelohnt. Geführt wurden wir von einem passionierten Rentner, welcher uns spannende und lustige Anekdoten über die Festung erzählen konnte. Obwohl wir uns grosse Mühe gaben ihn zum Abschuss einer Kanone zu überreden, mussten wir uns mit der Vorstellung davon begnügen. Am See genossen wir noch ein leckeres Dessert, bis wir uns dann auf die Heimreise begaben. Diese Turnfahrt wird uns noch einige Zeit in Erinnerung bleiben und wir freuen uns bereits jetzt auf die Nächste.

Werden wir dann vielleicht wieder einen ominösen Pullover brauchen?

-sfr/sf-

Aktualisiert ( Montag, 02. Oktober 2017 um 18:57 )
 
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