VENIMUS - VIDIMUS - VICIMUS
Geschrieben von: Aregger Thomas   
Donnerstag, 03. Juli 2014 um 20:36
Nach der soliden, aber doch nicht ganz befriedigender Leistung am Turnfest in Messen, musste am zweiten Turnfest in Hendschiken eine Steigerung her. Klar definiertes Ziel war die Überschreitung der 27er Marke. So wurden im letzten Training vor dem Turnfest dann auch absolute Ziele für die einzelnen Disziplinen kommuniziert. Von den Weitspringern, die nach der Fehlleistung in Messen arg in Erklärungsnot waren, verlangte der OT ein 8.7. Aber auch anderen, in Messen erfolgreicheren Teams, wurden bessere Noten abverlangt. Im Steinstossen sollte beispielsweise eine Steigerung von 9.26 auf 9.4 her oder beim Fachtest von 9.71 auf 9.8. Den Mitgliedern wurde damit Druck auferlegt. Es stellte sich nur noch die Frage, ob sie an dieser Last zerbrechen oder in den Himmel wachsen.

Am Samstag, am Tag der Wahrheit, dem 28.06.2014 um 7:00 Uhr ging es dann los. Bereits mit Routine verluden die Mitglieder ihr Hab und Gut in den Car und nahmen auf den bequemen Sesseln ihren Platz ein. Nach der halbstündigen Fahrt und dem Kurzaufenthalt in Bosmu war das Ziel Hendschiken erreicht. Die ortskundigen Mitglieder leiteten die Meute zum Zeltplatz, wo bereits die Wunderbar mit Oso und Högi warteten. Danke Euch! Bald einmal übernahm der Einläufer das Kommando und machte die Truppe physisch heiss. Die Führungsübergabe deren an den OT, erlaubte diesem nun das Heissmachen der Psyche. Der Appell an die Mitglieder für einander zu kämpfen und einzustehen wurde wieder, mit dem jetzt etablierten Kampfschrei, abgeschlossen. Man merkte nun förmlich wie geladen die Mitglieder waren – ähnlich schnaubenden Rennpferden die aufs Öffnen der Starklappe warten.

Und so verhielten sich die Mitlieder dann auch. Das Pendelstafetten-Team spurtete in geschätzter zweifacher Lichtgeschwindigkeit zur Top-Note von 9.63. Einfach unglaublich, war das Ziel doch die Note 9.2. Auch die SteinstösserInnen zeigten Resultate die einem ein Lächeln auf das Gesicht zauberten. Sie toppen ihr Ziel von 9.4 mit 9.67. Der erste Wertungsteil war damit ein glanzvoller Start. Es galt jedoch voll fokussiert zu bleiben und sich ob den erbrachten Leistungen nicht zu täuschen. Es waren ja noch Rechnungen offen.
Im zweiten Wertungsteil legten nun die „Punktegaranten“ die Trümpfe auf den Tisch. Das Fachtest-Team kehrte zum zweiten Mal in der Geschichte mit einer glatten 10 zurück, einfach grandios. Im Kugelstossen wurde das gesetzte Ziel zwar verpasst, dennoch resultierte mit einem 9.32 eine gute Note. Die Hochspringer die neben den Weitspringer tendenziell eher etwas tiefe Noten ausweisen, konnten sich diesmal klar steigern. Es resultierten nicht weniger als 3 Zehner bei den Männer (PB von Thomas Etterlin: 1.80m) und eine Egalisierung der PB (Sandra Frey) bei den Frauen. So übertraf das Hochsprung-Team das gesetzte Ziel von 8.5 und kehrte mit einem 8.88 zurück.
Der Wettkampf war aber noch nicht vorbei. Nochmals voller Elan griff der TV ins Turngeschehen ein. Trotz des Elans hatte das Schleuderball-Team dann aber mit einer etwas suboptimalen Wettkampfanlage zu kämpfen, wodurch am Schluss eine 8.63 rausschaute. Ohne Probleme zeigten sich die Heber. Sie hoben das gesteckte Ziel 9.25 aus den Angeln und erzielten ein super 9.33. Hansi Funk egalisierte mit 39 Hebungen des 22.5kg schweren Steines gar seine PB von 2002, die er anlässlich des Eidgenössischen in Basel erzielte. Wenn das mal keine Konstanz ist… Doch was brachten die Weitspringer nun zu Stande? Waren sie dem Druck gewachsen und konnten diesmal drei Nuller vermeiden? Auf jeden Fall waren sie feurig und wollten sich bei den restlichen Mitgliedern wieder in besseres Licht rücken. Lilian Herzog drückte diesen Willen in fantastischen 4.60m aus oder Thomas Etterlin mit 6.03m, was für ihn in der laufenden Turnfestsaison bereits die 4. PB war. Dass auch der OT diesen Willen innehatte, unterstrich er mit einem neuen Vereinsrekord, der neu 6.40m beträgt. Mit gut bis sehr guten Leistungen reichte es sodann für die nie erwartete Note von 9.00 und die gleichzeitige Rehabilitation der Weitspringer.

Der Wettkampf war nun fertig und der etwas gemütlichere Teil stand auf dem Programm. Nach dem obligaten Anstossen und der Einnahme des Turnermenüs, wurde der OT von Lilian dann aber wieder auf etwas Ernsteres aufmerksam gemacht. Anscheinend war die Note bekannt. Das Lächeln auf Lilians Gesicht verriet zwar, dass die 27er Marke wahrscheinlich überschritten wurde, sagen wollte sie die Note aber nicht. So musste er halt selber zum Anschlagbrett gehen und sich die Sache genauer anschauen. Die Rangliste von unten scannend stolperte er aber erst ganz oben auf den TV Ottenbach. What the fuck, dachte er sich. In schöner Schrift stand da die Note 28.03. Sie bedeute für den TV das erstmalige Durchbrechen der 28er Marke und damit ein neuer Vereinsrekord im dreiteiligen Vereinswettkampf. Ein abartiges Resultat, dass nun nur noch den Resultaten anderer Vereine standhalten musste. Und es tat es! Auch in tiefer Nacht hing unser TV noch zuoberst, was endgültig den Sieg in der 2. Stärkeklasse bedeute. Erstmals seit 22 Jahren erzielte der TV damit wieder den ersten Platz im Vereinswettkampf! Natürlich wurde das dann gefeiert - aber nein, darüber gibt’s keinen Bericht ;-)

An die Mitglieder sei an dieser Stelle ein grosses Kompliment ausgesprochen.  Ihr konntet eure Leistung am Tag X abrufen, habt eure Kollegen und Kolleginnen angefeuert, habt teilweise Schmerzen gelitten ABER NIE das Ziel vor Augen verloren – mentale Stärken, die einen grossen Anteil an unserem Erfolg hatten.

--me--

Die Rangliste ist online, die Bestenliste aktualisiert und Fotos folgen in Bälde.
 

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